Hohwachter Flunder
Heute gibt es mal wieder einen ganzen Schlag Fotos auf einen Haufen: Impressionen von unserer Erstbesteigung der “Hohwachter Flunder”.
Ich hatte mich in der alten Version des Blogs – vor Absturz entweder des Blogs- oder des Galerie-Scripts – bereits mehrmals zu meiner Beziehung zum Ostseebad Hohwacht ausgelassen: Ich bin dort quasi “sommerhalbjährlich” aufgewachsen.
Genauer gesagt auf dem Campingplatz Tivoli Hohwacht, der zwischen Alt-Hohwacht und Sehlendorf lag und auf dem bereits mein Vater seit seiner Jugendzeit war.
Über dem Campingplatz schwebte schon länger das Schwert, weil er den Umweltschützern (besonders jenen, die sich früh morgens ganz dicht an die Nester der Vögel im Gebiet um den Sehlendorfer Binnensee heranwagen) eigentlich immer ein Dorn im Auge war. Irgendwann 1999 oder 2000 war es dann wirklich so weit – der Platz wurde geschlossen und wir mussten uns alle eine neue (Sommer-)Heimat suchen.
Inoffiziell sollte der Platz wohl aus Ausgleichsfläche für eine Ferienhaussiedlung am Ortseingang herhalten. Meines Wissens ist der Unternehmer damals irgendwann an die Wand gefahren, und auch die Hohwachter Wirtschaft, denen wir Camper ja eher ein ungeliebter Gast waren, hat sich wohl ganz schön umgucken müssen, als wir plötzlich nicht mehr da waren.
Na jedenfalls fühlte ich mich wie aus dem Paradies vertrieben und habe ich den schönen, ruhigen Ort am Scheitelpunkt der gleichnamigen Ostseebucht regelrecht gehasst.
Trotzdem verfolgte man natürlich in den Medien, was mit dem Ort so passierte – und da machte schnell ein Bauvorhaben von sich reden und uns wieder aufmerksam: Die Hohwachter Flunder.
Bei dem Mitte August 2004 nach vier Monaten Bauphase eingeweihten neuen Wahrzeichen des Ostsee-Heilbades handelt es sich um eine aussergewöhnliche Seebrücke in Form einer circa 400 Quadratmeter grossen Plattform aus Eichenbohlen, die über eine tragende Stahlseilkonstruktion an einem über 20 Meter hohen, schräge stehenden Pylon aufgehängt ist und so bis zu drei Meter über der Wasserobefläche “schwebt”.
Die Fertigstellung dieses schon über mehrere Jahre hinweg geplante Projekt stellte gleichzeitig den Abschluss der Modernisierungsarbeiten an der Promenade entlang des Hohwachter Kurstrandes dar.
Die “Flunder” – der Name stammt vom gleichamigem Fisch, dem die Plattform aus der Vogelperspektive nachempfunden sein soll – ist nicht nur Touristenmagnet, sondern soll auch als Plattform für regelmässige Veranstaltungen und Hochzeiten usw. dienen.
Na, und die Magnetwirkung hat bei uns denn ja auch bestens funktioniert – am 14. November haben wir uns das Bauwerk mal aus der Nähe angeschaut.
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